The great Platten of Summer

Der Sommer hat bisher recht nett angefangen. Das Southside gerade noch so überlebt, mit ein paar Zwischenfällen und leider nur einem Bruchteil der Bands, die ich eigentlich ansehen wollte, aber so what, war ein scheissgeiles Wochenende mit meinen Liebsten.
Gerade quäle ich mich mit einem entzündeten Weisheitszahn rum. Der doofe Arzt wollte die doch gleich diese Woche noch ziehen, aber nein, nächstes Wochenende ist Rheinkultur und CSD, das hab ich ihm gleich mal ausgeredet. Bin dann am Montag direkt dran. Wohoo, bei der Hitze wird das bestimmt ein Spaß. Nicht.
Immerhin wird endlich das Wetter nach dem Dauerregen (den wir auf dem Southside übrigens auch hatten, trotzdem hatte ich den Sonnenbrand meines Lebens) wieder besser. Und wer von Euch noch nicht weiß, was er diesen Sommer beim am-See-Fluß-oder-Weiher-Chillen hören soll: meine Froinde, jetzt gibt’s ordentlich was auf die Ohren! Ich gebe offiziell meine (bisherigen) Sommer-Alben 2011 bekannt!
Neben der bereits vorgestellten The Sounds-Platte, die sich natürlich ebenso dazu eignet, gibt es jetzt hier vier weitere Schmankerl:

1.The King Blues – Punk & Poetry
Ich bin dermaßen verliebt in dieses Album, dass ich es vorhin auf der Heimfahrt gleich drei mal durch gehört hab. Abgesehen von den letzten zwei Wochen, in denen der CD-Player im Auto bereits heiß lief.
Dieser Albumtitel hält definitiv, was er verspricht. Von den eingängigen Melodien abgesehen, ist „Punk & Poetry“ gespickt mit gesellschaftskritischen Texten, die so manch einem aus der Seele sprechen. Wer hat denn nicht ab und an mal Bock, die ganze Welt in Flammen zu setzen und noch einmal von vorne zu beginnen? Sind wir nicht alle einmal „fucking angry“? Und wie oft denkt man sich, dass man als Kind noch freudig in die Zukunft blickte, jetzt aber doch eher enttäuscht davon ist? Dann mogelt sich noch ein deftig-kitschiges „I want you“ dazwischen, dessen Text nicht schöner sagen könnte, dass einem die Herzchen aus dem Anus fliegen. Ein Hammeralbum!
Anspieltipps: „Set The World On Fire“, „I Want You“, „Sex Education“, „Headbutt“

2.Set You Goals – „Burning At Both Ends“
JAAAA! Endlich neues von SYG. Und das Warten hat sich gelohnt, die Platte ist genau das, was man an einem heißen Sommertag am See mit Freunden hören sollte, während man sich ein paar Bierchen zischt und irgendwann so betüddelt ist, dass man anfängt „Schweinehaufen!“ zu brüllen und sich auf den Nebenmann zu werfen. Die Herren wissen, wie man gute Laune macht. Mehr ist dazu nicht zu sagen- Nicht lesen! REINHÖREN! GENIEßEN! ABGEHEN! FEIERN! WOHOHOHOOO!
Anspieltipps: „Trenches“, „Certain“, „Happy New Year“, „Product Of The 80s“

3.All Time Low – „Dirty Work“
Zugegeben, Pop-Punk ist nicht Jedermanns Sache. All Time Low mögen auch nicht die beste Band dieses Genres darstellen. Aber da pfeif ich jetzt einfach mal drauf und oute mich als großer Fan der vier Herren aus Baltimore. Von niveauvollen Texten muss man hier nicht anfangen, bei All Time Low heißt es einfach nur: Kopf aus, Boxen laut aufdrehen und Popowackeln. Die meisten Songs handeln von, klar, Mädels und Party. Aber mehr beinhalten müssen sie auch nicht, denn hier geht es nur um drei Dinge: Spaß, Spaß und nochmal Spaß. Du feierst eine Party bei Dir zuhause? Wohlmöglich noch im Garten, mit Grill und eventuell sogar Pool und dem ganzen Scheiß? Dann wirf gefälligst „Dirty Work“ in den Player und guck den Leuten beim Tanzen zu. Das Album hatte bei mir im Vorfeld eh schon gewonnen, da die Jungs MAJA FUCKING IVARSSON VON THE SOUNDS als Gastsängerin bei „Guts“ engagiert haben. Etwas enttäuschend, dass sie keine Soloparts hat. Die Frau muss man mehr singen lassen. Dennoch, ein klasse Song (der mir sogar vom Text her sehr gefällt).
Übrigens sind die Liveauftritte von All Time Low auch sehr zu empfehlen. Jedes der drei male (u.a. letztes Wochenende beim Southside), die ich erleben durfte, waren eine einzige große Party voller tanzender, schwitzender (okay, hauptsächlich 14-16 jähriger Mädels, die man aber recht leicht ignorieren kann, abgesehen von dem Gekreische in den Spielpausen) Menschen.
Anspieltipps: „Guts“, „Do You Want Me (Dead?)“, „Under A Paper Moon“

(irgendwie is die Qualität eher bescheiden, da man den Song wohl sonst von Youtube entfernen würde, sorry…)

4.Moving Mountains – „Waves“
Würde ich nicht bei Starkult arbeiten, hätte ich von Moving Mountains vermutlich nie etwas mitbekommen. Und das wäre wahrlich schade gewesen, denn „Waves“ stellt den perfekten Soundtrack zu langen Autofahrten und lauen Sommerabenden auf dem Balkon. Kein Partyalbum, eher was um es alleine zu genießen. Aber kraftvoll und dabei fast schon etwas beruhigend. Beides zugleich. Ja, das geht. Moving Mountains können das.
Anspieltipps: „Tired Tiger“, „My Life Is Like A Chase Dream (And I’m Still Having Chase Dreams)“

So. Und nun packt die Badelatschen, einen CD-Player und diese Alben ein und ab an den See! Was ihr auf den Autofahrten hin und zurück hört, wisst ihr ja nun auch. Einen schönen Sommer Euch allen!

VersaEmerge in Köln. Ja, ich bin ein ekliges Fangirl.

Ich weiss eigentlich garnicht so recht, wo ich anfangen soll. Der Abend ist immernoch irgendwie surreal.
Ich fang erstmal damit an, dass ich mir beinahe ne dritte Titte freute, als zu den Auftritten bei Rock Am Ring/Rock Im Park zwei Soloshows in Hamburg und Köln angekündigt wurden. Nach über zwei Jahren VersaEmerge endlich wieder live erleben. Sofort wurden (vorsichtshalber) VIP-Tickets geordert, ich musste sicher gehen, dass ich noch einmal in den Genuss komme mich mit diesen wunderbaren Menschen zu unterhalten.
(Kurzer Einwurf: 2009 bin ich mit Chris nach London geflogen, nur um diese Band live zu sehen und zu interviewen)
Gestern war es dann so weit. Laut Mail des Managements hatte man spätestens um 17:30 Uhr am Luxor zu sein. Fand Chef nicht so cool, dass ich früher ging, aber hey, es ging um Musik. Er hatte Verständnis.
Auf dem Weg das Album im Player, einige dumme Blicke auf der Autobahn geerntet, da ich wie ein Vollhorst mitsang und das Lenkrad zum Schlagzeug umfunktionierte, mir scheissegal, derart euphorisch war ich.
Gegen 17 Uhr stand ich denn vorm Luxor und tippelte von links auf rechts, bis die anderen Damen und Herren eintrafen und wir pünktlich zum Soundcheck reingelassen wurden. In dem Moment hatte ich das nicht erwartet, umso perplexer war ich dann, als Sierra und Blake bereits auf der Bühne standen und winkten, als wir zur Tür rein kamen. Uff.
Sierra trug einen Minirock im Leodesign und ich war (das schreib ich jetzt so und es ist mir ziemlich wumpe wie ihr das findet) verdammt froh kein Kerl zu sein, sonst hätte man mir meine Freude mit Sicherheit angesehen. Zum Soundcheck gabs dann als Vorgeschmack schon mal „Mindreader“ und „You’ll never know“. Fein, direkt mal zwei meiner Favoriten des Longplayers vorab gehört. In mäßiger Tonqualität, aber egal. Gute 20 Minuten standen wir da und starrten wie Zoobesucher auf die zwei, keiner sagte wirklich was, die Spannung war mehr als spürbar. Nach dem Soundcheck wurden wir in den Eingangsbereich des Luxors geschickt, damit das Meet & Greet in Ruhe stattfinden konnte. Und schon kamen sie raus und mir fiel auf einmal garnicht mehr ein was ich mir vorher alles im Kopf zurechtgelegt hatte an Fragen und Kommentaren. Leicht panisch, dass ich auf einmal kein Wort Englisch mehr aus mir rausbekommen würde (passierte mir bereits bei einem Treffen mit Hayley Williams), war ich auch schon dran. Und auf einmal gings doch. „Hey you guys, so nice to see you again. I don’t know if you remember, but we met two years ago in London and had an interview.“ sagte ich tatsächlich ohne einen Haspler oder Versprecher und war ein bisschen stolz auf mich selbst. Umso stolzer sollte ich noch werden. „Yeah sure! We saw this big guy with the glasses (Chris) at soundcheck and you, of course we remember!“ Bäm. Nach zwei verdammten Jahren und keineahnungwievielenKonzertendiezwischendurchüberallgespielthaben erkannten sie uns wieder. Und meine Knie waren kurz vorm Zermatschen. Dann bekam ich mein signiertes Poster in die Hand gedrückt und hätte beinahe vergessen, ein Foto zu machen. Immerhin standen da noch ca. 15 andere Menschen in der Schlange, die bedient werden wollten, also hielt ich sie nicht weiter auf und verdrückte mich auf eine Zigarette, die ich mehr als nötig hatte, nach draußen.
Da es nun erstmal Zeit totzuschlagen galt, machten wir uns auf nen kurzen Snack zu der Schnellrestaurantkette unseres Vertrauens. Ich weiss nicht, wie oft ich zwischendurch „DIE HABEN UNS WIEDERERKANNT“ gequiekt hab, aber ich glaube, ich ging meinen Mitmenschen schon ein wenig auf die Eier/Eierstöcke. Gegen 20 Uhr wurden wir wieder rein gelassen, ich wollte erstmal zur Bar um mir was zu Trinken zu kaufen. Da ich momentan ein kleines Rückenproblem habe, ließ ich mich mit den Worten „Oarr ey mein Rücken bringt mich um“ auf den Barhocker neben einer Bekannten fallen, die sich so absolut null für mich zu interessieren schien. Ein kurzer Blick nach links neben sie und ich wusste auch, wieso. Sierra saß da einfach so an ihrem Tablet-PC an der Bar. Meinen Blick hätte ich in dem Moment echt gerne gesehen, Zeugen sagen, so dumm hätten sie mich noch nie gucken sehen. Gerade gerafft, dass sie gerade schon wieder direkt neben mir saß, schon war sie mit der Versicherung, nach dem Konzert noch einmal raus zu kommen, Backstage verschwunden, denn langsam füllte sich der Laden.
Die Supportband (The Blackberries) waren vier lustige Jungs aus Solingen, die ganz lustigen Indierock fabrizierten und dem Laden schon ein wenig Stimmung verliehen. Gegen 22 Uhr drückte ich mich dann auch etwas weiter vor, was in dem nicht annähernd gefüllten Luxor (ca. 50-70 Personen) nicht wirklich schwer war. Licht aus, VersaEmerge an. Diese Frau hat es unglaublich drauf, einen in den Bann zu ziehen. Mir fällt es manchmal schwer zu glauben, dass sie rund ein gutes Jahr jünger ist als ich. Eine unglaubliche Power, Ausstrahlung, kurz gesagt: purer Sex auf zwei Beinen. Dazu diese klare Stimme, die hin und wieder in enthusiastische Schreie wechselt. Die genaue Abfolge der Songs bekomme ich gerade nicht mehr ganz zusammen, ich war ein wenig damit beschäftigt mich körperlich zu verausgaben, wofür mir mein Rücken jetzt immernoch dankt. Es gibt Konzerte, da stehe ich ganz gerne nur und lasse die Musik auf mich wirken, bei diesem Konzert schier unvorstellbar. In dem Moment war es mir auch sowas von egal wie bescheuert und groupielike ich ausgesehen haben muss, das musste einfach raus. Und das tat ich auch. Besonders gefreut habe ich mich definitiv über einige Songs der beiden EPs, unter anderem „Moments between sleep“, welches meine absolute Lieblingstextzeile aller Songs der Band beinhaltet.
Nach einer guten Stunde war der Zauber auch vorerst wieder vorbei. Ein Plek in der Tasche machten wir uns zum Merchstand, da ich absolut keine Lust hatte, mir für teuer Geld ein Shirt importieren zu lassen, und erstand ein Shirt, welches ich nun zu meinem Lieblingsshirt erkoren habe und am liebsten nie wieder ausziehen würde. Denn darauf befindet sich nicht nur ein gutes Songzitat, sondern desweiteren eine leicht verquere Abbildung des Madhatters.
Und schon stand Blake wieder vor uns und wir quatschten noch ein wenig über Vergangenes, unser Treffen damals in London und wie die Band seitdem voran gekommen war. Wer schon einmal versucht hat, im vorderen Bereich des Luxors auf eine Band zu warten, der weiss, dass der Türsteher dort ein ziemliches, Verzeihung, Arschloch ist. Der unterbrach uns nämlich einfach und setzte uns vor die Tür. Natürlich nur uns, nicht Blake, der verschwand wieder nach hinten um Sachen zusammen zu packen. Aber uns Freaks hält sowas nicht auf, also blieben wir einfach vor der Tür stehen.
Kurze Zeit später gesellte sich der „Aushilfsbassist“ Nick zu uns. Der Kerl war unglaublich lustig und sehr eifrig darin, möglichst viele deutsche Wörter kennen zu lernen. Nunja, jetzt kennt weiss er immerhin, was er in einer Apotheke sagen muss, wenn er ein kleines Magenproblem hat. Umgangssprachlich, natürlich. Er fragte uns, ob wir auf Blake warten, da dieser grade beim Packen wär und wir entgegneten, dass er schon bei uns war- „Oh, waiting for the queen“. Ja, Queen Sierra lies auch tatsächlich eine weitere geschlagene Stunde auf sich warten, wobei sie sich sofort gefühlte zehn mal entschuldigte, dass es ihr nicht besonders gut ginge und sie sich erstmal kurz ausruhen musste. Diese Aussage nahmen wir als Gelegenheit, auch ihr ein anderes Wort für ein Magen-Darm-Problem beizubringen. Dafür blieb sie dann auch gute 20 Minuten bei uns, unterhielt sich mit allen ausgiebig und war für jegliche Fotos und Autogramme zu haben. „Sorry you guys, but they’re throwing us out of the venue“, denn der freundliche Türsteher kam (zum bestimmt fünften mal) raus und wies die Band an, ihre Sachen rauszubringen. „But I wanna cuddle you all!“ Und so drehte sie noch eine Runde durch die Menschen, die ausgeharrt hatten. Und ich sag euch eins: diese Frau sieht nicht nur so aus und singt so, nein, sie riecht auch wie ein Engel. Und da ich die Gelegenheit nutzte und sie exzta fest drückte, tat dies mein T-Shirt daraufhin auch- so hatte ich die komplette Heimfahrt noch etwas von ihr. Hach. Traumfrau.
Und jetzt haltet ihr mich alle für nen totalen Groupie, aber das ist mir sowas von egal, denn ich hatte einen der tollsten Abende meines Lebens! Hoffentlich dauert es nicht wieder zwei Jahre, bis ich das wiederholen kann.

meetngreet
Sierra
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draußen
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Platte des Monats: April, oder: Was von The Sounds ist, kann nicht schlecht sein.

Jajaja, meine Zeitrechnung stimmt nicht ganz. Im März gabs garkeine und wir haben bereits Mai. Ismirabertotalegal, denn das Album ist schon ein Weilchen draußen.
Zunächst: Es gab keine Platte des Monats im März, da das neue Rise Against Album totaler Murks ist. Lediglich drei gute Songs (Architect, Help Is On The Way und natürlich Sattelite), der Rest ist irgendwie… langweilig? Zu sehr Green Day? Keine Ahnung, aber auf jeden Fall not my Cup of Tea.

Einen weiteren musikalischen Schlag in die Fresse verpassten mir in den letzten Wochen The Sounds. In meinem Kopf stand bisher, dass diese Gruppe absolut nichts falsch machen kann und alle Platten durchweg großartig sind. Und dann kam Something To Die For.
Okay, zugegeben, Crossing The Rubicon war schon ein wenig gewöhnungsbedürftig. Öfter mal landete der Finger auf der Skip-Taste, mit manchen der Songs bin ich nie richtig warm geworden, aber dennoch ein gutes Album.
Bereits vor Wochen vorbestellt (ich besitze eigentlich nur digitale Musik, aber bei einigen mach ich ne Ausnahme) flatterte die Platte pünktlich am Releasetag in meinen Briefkasten. Ich habe mir wochenlang extrem Mühe gegeben, bereits veröffentlichte Songs noch nicht anzuhören, da ich das gute Stück in einem Rutsch genießen und meine Vorfreude nicht vermiesen wollte. Ab in den CD-Player damit, aufdrehen, abwarten. Nach 30 Sekunden des ersten Songs It’s So Easy leuchteten die Buchstaben WTF über meinem Kopf. Was ist das? Wieso macht das so komische Geräusche? Ich hab Angst.
Das Lied ist durchzogen von Elektronik. Im negativen Sinne. Drei, vier Textzeilen, die sich immer und immer wiederholen. Schnell auf weiter drücken. Schon wieder elektronische Klänge. Singt Maja irgendwann auch mal? Weiter. Ungefähr eine halbe Stunde später war der Spuk vorbei. Und ich vollkommen perplex.
Daraufhin überflog ich einige Rezensionen im Internet, und siehe da, das erste Album was „so klingt, wie sie es immer haben wollten“ und „in völliger Eigenregie“ entstanden ist. Peng, voll auf die zwölf.
Da war aber noch der Satz in meinem Hirn. Was von The Sounds ist, kann nicht schlecht sein.
Also nahm ich die CD mit ins Auto und prügelte sie geradezu in meinen Kopf. Nach dem zweiten mal durchhören kann man bereits den Großteil mitsingen, so einfach gestrickt die Texte. Und ich bin mir ziemlich sicher, einer der Herren Anderberg, Rodriguez oder Blond, wenn nicht sogar alle drei, hat oder haben im letzten Jahr eine furchtbare Trennung durchlebt. So viel Sülzerei, so viel Negatives. Aber irgendwie ganz interessant. Und auf einmal singe ich lautstark mit und spiele Schlagzeug auf dem Lenkrad. The No No Song und Diana klingen doch ein wenig nach dem „alten“ Kram. An etwas mehr Elektronik gewöhnt man sich doch irgendwann, Yeah Yeah Yeah ist einfach nur zu Ausrasten großartig. Und als einzige Ballade Wish You Were Here ganz ans Ende zu packen, war mehr als goldrichtig. Das holt einen nach dem ganzen Rumgehüpfe und Mitgesinge wieder runter, gleich bevor man nochmal auf Play drückt und von vorne beginnt. Naja, nicht ganz, It’s So Easy drücke ich eigentlich immer sofort weiter. Das ist einfach n Güllelied.
Jetzt habe ich seit drei Wochen beinahe nichts anderes mehr gehört und bin begeistert. Mit Abstand nicht das stärkste Album und ich hoffe, sie finden wieder zu ihrem Ursprungssound zurück, aber dennoch: Was von The Sounds kommt, kann nicht schlecht sein.
Und ich freu mich, den neuen Scheiss auf dem Southside Festival live zu sehen. Zum sechsten Mal insgesamt. Und es sollen noch viele folgen.

thesounds

Ach, noch was. Ein kleiner Geheimtipp von mir: Hört Euch mal was von Golden Kanine an (Album: Oh Woe!). Tolle Band, die Platte hab ich durch meine Arbeit bei Starkult kennen gelernt. Eins bisschen was für Fans von Mumford and Sons, auch wenn die Stimme des Sängers anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist:

Single Climb:

mein persönlicher Favorit vom Album (beim Refrain krieg ich immer Gänsehaut) Fire:

I Blame Coco @ Essigfabrik Köln: Please Rewind!

Nach einer mittelschweren Herzattacke im letzten Monat, als ich herausfand dass das Konzert im Luxor bereits ausverkauft ist und einer weiteren vor ein paar Wochen, als es hieß dass das Ganze in die Essigfabrik verlegt wurde und somit wieder Karten zu haben waren, war es heute endlich soweit.
Seit Wochen hör ich die Platte der jungen Dame hoch und runter (siehe vorigen Blogeintrag) und war ein klitzekleinesbisschen aufgeregt und erfreut, ungefähr so sehr wie damals mit acht Jahren als meine Mutter mich mit zur Kelly Family nahm.
Als ich an der Essigfabrik ankam, hatte sich schon eine halbwegs lange Schlange gebildet. Allerdings noch aktzeptabel, wenn man bedenkt dass ich erst eine Viertelstunde vor Einlass da war (was ich normalerweise nicht mache, da ich als Groupie und Fangirl gerne schonmal zwei bis drei Stunden vor Einlass da bin, je nachdem wer spielt). Drinnen erstmal zum Merchstand. Die Shirts waren irgendwie… semi-schön, ich hab mir dann aber aus Trotz dennoch eins gekauft, was bei genauerem Betrachten später irgendwie durchsichtig ist.
Dann warten. Ich hasse es, zu warten. Frollein Sumner ließ sich sogar extraviel Zeit, angekündigt war 20 Uhr, auf der Bühne stand sie dann um 20:30 Uhr. Keine Supportgruppe, aber die wollte ich eh nicht haben, da mir die Füße sowieso schon weh taten (nein, ich bin keine Mimose, aber ich hatte mir vor ein paar Wochen den linken Fuß verstaucht, und der tut ab und an immer noch weh).
Während des Wartens lief beinahe die ganze Zeit Wallis Bird, was die Sache erheblich erleichtert hat. Und spätestens als als Intro die Melodie von „Das Boot“ erklang, hatte sie mich bereits überzeugt, ohne auch nur einen Ton gesungen zu haben.
Als sie das dann tat- wow. Diese Frau hat eine unglaublich großartige Livestimme. Und das obwohl sie bemerkte, dass es ihr heute nicht besonders gut ginge: „This is gonna sound like Tom Waits on crack, but so what“. Okay, sie sah ein klein bisschen verranzt aus. Die Haare wirkten, als hätten sie tagelang kein Wasser gesehen. Ein wenig desorientiert und nervös war die Gute, aber sie hielt sich extrem gut. Mir war nicht ganz klar, was sie genau mit ihren Armen tat, ich glaube einfach sie wusste nicht wohin mit den Dingern, da sie, wenn sie selbst keine Gitarre in der Hand hielt, andauernd am Rumzappeln war. Nach einer knappen Stunde und zwei Zugaben war das Ganze auch schon vorbei, aber naja, mit einem Album kann man eben auch keine zwei Stunden ausfüllen. Und sie hat „Ceasar“ gespielt. Mit Robyn vom Band, aber die kann ich sowieso nicht ausstehen.
Insgesamt ein wahnsinnig tolles Konzert und ich freu mich wie Bolle, dass ich sie beim Southside nochmal sehen kann. Die Bilder sehen ein bisschen doof aus, aber das liegt an meinem Handy.

Coco

Coco

coco

Alle reichen Menschen lügen.

[Dir]
schon gelesen das mit razorlight auffer rheinkultur?
[Nicole]
WHAT?
[Dir]
ehehehe
also nein xD
aber ja, die kommen
und sasha aka dick brave & the backbeats (haha)
[Nicole]
O.O
jupiter jones
razorlight
the subways
[Dir]
^^
wird nett
[Nicole]
is fast besser als Rar :D:D
coolio
[Dir]
hör mir auf mit fucking rar -.-
ich will da hin, jetzt wo versaemerge bestätigt haben
aber 160€ *vogelpiep*
[Nicole]
: D
ich hab karte für 120 gekriegt
btw
wo is die eig oO
]Dir]
ja 120 waren mir auch schon zu viel
ich will auch noch aufs open flair
<.<
und einiges anderes
[Nicole]
ich will so viel dieses jahr und es geht alles nich :D:D
[Dir]
aber ich bin froh wenn mein konto mal im plus is
eh
ich glaub den leuten die sagen "geld macht nich glücklich" kein wort
ich wäre dermaßen glücklich wenn ich geld hätte
liebe pff fürn arsch! ICH WILL GELD HABEN
[Nicole]
:D:D:D
[Dir]
mit geld kannste jedes wochenende feiern gehen, auf jedes konzert gehen und da leute kennen lernen und dich verlieben
ergo führt geld zu liebe
ALLES LÜGNER!
[Nicole]
: D
jetzt wo dus sagst
[Dir]
merkste auch ne?
die machen bloß den fehler und lassen das mega raushängen dass sie geld haben
kein wunder dass die dann nur WEGEN des geldes geliebt werden
hätte ich geld, würde ich mir keinen bentley oder sowas kaufen, sondern nen vw-bus. und auch kein dickes haus, sondern ne wohnung. was da alles drin steht oder wie groß die is muss auch keiner wissen
es würde einfach nur alles für vergnügen drauf gehen
bor
nicole
menschen mit geld sind so dumm!
die machen das alle falsch!
[Nicole]
: D
bist du betrunken?
ich mein
du hast mich nicole genannt ? ! :D:D
[Dir]
nein ich rege mich grade einfach nur darüber auf dass ich kein geld hab
da werd ich halt ernst und ausfallend
[Nicole]
: D
[Dir]
ich muss da nen blogeintrag drüber schreiben.

Und da ich zu faul dazu war, hab ich das Gespräch im Gesichtsbuch-Chat einfach mal kopiert. Und jetzt seht Ihr auch, wie ich im IM schreibe (falls Ihr das noch nie mit mir getan habt), was mir irgendwie peinlich ist wegen der ganzen Smileys und sowas. Aber egal. ICH HAB JA SO RECHT!

Spenden werden übrigens jederzeit gerne entgegen genommen, Bankverbindung bekommt Ihr per Mail. 😉

Platte des Monats: Februar

Ich bin ein bisschen spät dran, jaja. Aber da der März ja nun auch noch nicht so weit vorangeschritten ist und ich im Moment allerhand neue Musik höre, dachte ich mir, ich fang mal im Februar an und kann dann fein Ende diesen Monats noch mehr Musik empfehlen.
In der letzten Zeit sind viele bombastische Alben erschienen. Um ein paar zu nennen: Beatsteaks, Adele und die neue Platte der Dropkick Murphys (die ich als Starkult-Praktikant bereits hier liegen habe) ist auch nicht zu verachten. Zusätzlich habe ich mich in der letzten Zeit derart dem The XX-Album hingegeben (welches aber aus meiner Auswahl ausfiel, da es doch schon etwas „älter“ ist), dass mir die Wahl äußerst schwer fiel. Dennoch habe ich mich letztendlich für I Blame Coco entschieden.
Wer ein bisschen die Musikmedien verfolgt: Ja, sie ist die Tochter von Sting und sie wird grade ein bisschen schwer gehyped. Aber das ist mir einfach mal total Latte, denn dieses Album ist wahnsinnig gut. Die Single Selfmachine läuft ja bereits seit einigen Wochen konstant im Radio und ich mag auch nicht bestreiten, dass eben diese eine der stärksten, wenn nicht der stärkste Song der Platte ist. Vielleicht liegt das auch einfach nur daran, dass man diesen als ersten gehört hat- ist ja auch Wurst. Nicht zu verachten und wohl auch etwas bekannter- die Combo mit Robyn in „Ceasar“. Weitere Favoriten sind definitiv „Quicker“, „In Spirit Golden“ und „Please Rewind“. Letzterer hat eine dermaßen ohrwurmige Bridge, dass ich davor warnen muss.
Also Kinners, ab in den nächsten Plattenladen Eures Vertrauens, oder zu Amazon, wo auch immer Ihr Musik kauft, und dieses Album einpacken!

Und wer sie live sehen will, hier die Tourdaten (für Deutschland):

Mon 21 Mar, 2011: Berlin, Germany – Postbahnhof
Wed 23 Mar, 2011: Hamburg, Germany – Knust
Sun 27 Mar, 2011: Cologne, Germany – Essigfabrik
Mon 28 Mar, 2011: Munich, Germany – Backstage Halle

Ich freue mich wie ein kleines Kind auf Köln. Der Gig im Luxor war eigentlich bereits ausverkauft, dann wurde das ganze aber Himmel sei Dank wegen großer Nachfrage in die Essigfabrik verlegt. Da ist die Akustik zwar Müll, aber so what- Tickets wurden soeben bestellt. Natürlich gibts hier dann einen Bericht zu lesen 😉

It’s like the tick tock of a bomb blockin‘ my head
When the beat stops sometimes I think I’m dead
It’s like the tick tock of a bomb blockin‘ my head
When the beat stops

Coco

Die Platte des Monats März, da bin ich mir schon beinahe sicher, wird der neue Rise Against Longplayer. Da Avril Lavignes „Goodbye Lullaby“ wie eine Schlaftablette in CD-Form klingt und die Frau seit „The Best Damn Thing“ und einem mehr als enttäuschenden Konzert 2007 in Frankfurt sowieso musikalisch für mich gestorben ist (was ist bloß aus der Heldin meiner Jugend geworden?). Und mir auch sonst nichts einfällt. Und Rise Against scheißgeil sind.

//Offtopic: Die Firma aus Essen hat mich abgelehnt. Desweiteren bekam ich diese Woche noch zwei Absagen. Ich. Bin. Angefressen.

Trouble is a Friend…

dieser bezaubernde Song von Lenka (das Video ist auch ziemlich toll) düdelt nicht nur momentan ständig in meinem Kopf und meiner Playlist, sondern beschreibt so ziemlich genau meine aktuelle Situation.
Eine kurze Zusammenfassung:
Ich schreibe seit Anfang Januar wöchentlich an die zehn Bewerbungen und bekomme entweder direkt Absagen oder (bisher ganze drei mal) die Benachrichtigung, dass meine Unterlagen eingegangen sind, geprüft werden und ich mich doch bitte gedulden solle. Heute kam ein kleiner Lichtblick indem eine Firma Arbeitsproben von mir sehen wollte. Da die Trailer, an denen ich bei meinem Kinowelt TV-Praktikum mitgearbeitet habe das einzige sind, was ich auf die Schnelle schicken konnte, hoffe ich jetzt, dass die nicht noch mehr sehen wollen, da ich mich sonst während meiner ohnehin momentan knappen Freizeit noch hinsetzen muss, um ein Videoprojekt anzufertigen. Ein weiterer Lichtblick ist, dass die Bundeswehr ebenfalls Mediengestalter ausbildet. Da mein Vater dort arbeitet, hätte ich eventuell bessere Chancen, wenigstens mal zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Aber ob die Bundeswehr der richtige Weg ist… naja. Abwarten.
Wie bereits erwähnt, bin ich momentan zeitlich schwer eingespannt. Ich habe kaum noch Zeit für Dinge, denen ich mich gerne mehr widmen würde, wie zB. diesem Blog oder der Musik. Das ist kacke. Und regt mich auf.
Arbeitsmäßig läuft es momentan wenigstens recht gut. Ich stehe auf der Gästeliste des längst ausverkauften Rise Against-Konzerts in Köln und neulich war such-dir-doch-mal-ein-paar-CDs-aus-wenn-die-Projekte-durch-und-welche-über-sind-Tag. Davon abgesehen ist es allerdings gerade etwas stressiger als zu Beginn, da der zweite Praktikant ne Fliege gemacht hat und ich jetzt den ganzen Murks alleine machen kann. Also Kinners, wer Lust auf ein tolles Praktikum in Düsseldorf hat, bewirbt sich bitte bei Starkult Promotion. 😉
Besonders nervig ist allerdings immernoch das ständige Hin- und Hergefahre. Ich bin ansich ein Fan vom Autofahren, man kann in Ruhe die Musik hören, die man neu gekauft hat und nachdenken. Aber man kann eben auch zu viel nachdenken.
Wer sich in der letzten Zeit mal die Spritpreise angesehen hat, kann nachvollziehen, wieso ich gerade ständig pleite bin. Und ihr könnt euch bestimmt nicht (wenn doch, ihr armen Schweine) vorstellen, wie frustrierend es ist, wenn das Konto ständig im Minusbereich liegt und man sich nichts leisten kann. Ich bin sogar mittlerweile wieder auf Drehtabak umgestiegen. Ganz aufzuhören wäre noch sparsamer, aber den Luxus gönne ich mir und meiner Lunge weiterhin, püh.

Bevor ich hier gleich Kommentare stehen hab, dass dieser Eintrag deprimierend und doof ist, nun zu etwas Erfreulichem: Die fünfte Jahreszeit steht kurz bevor und meine Freude ist kaum zu beschreiben. Ich gehe nämlich dieses Jahr an Karneval als menschliche Banane. Und wenn ich, wie eigentlich geplant, am Samstag zu einer Party gehe, auf der eine Kostümverlosung stattfindet, hab ich doch sowas von gewonnen.

PEANUT BUTTER JELLY TIME!
Banane