Der Sommer hat bisher recht nett angefangen. Das Southside gerade noch so überlebt, mit ein paar Zwischenfällen und leider nur einem Bruchteil der Bands, die ich eigentlich ansehen wollte, aber so what, war ein scheissgeiles Wochenende mit meinen Liebsten.
Gerade quäle ich mich mit einem entzündeten Weisheitszahn rum. Der doofe Arzt wollte die doch gleich diese Woche noch ziehen, aber nein, nächstes Wochenende ist Rheinkultur und CSD, das hab ich ihm gleich mal ausgeredet. Bin dann am Montag direkt dran. Wohoo, bei der Hitze wird das bestimmt ein Spaß. Nicht.
Immerhin wird endlich das Wetter nach dem Dauerregen (den wir auf dem Southside übrigens auch hatten, trotzdem hatte ich den Sonnenbrand meines Lebens) wieder besser. Und wer von Euch noch nicht weiß, was er diesen Sommer beim am-See-Fluß-oder-Weiher-Chillen hören soll: meine Froinde, jetzt gibt’s ordentlich was auf die Ohren! Ich gebe offiziell meine (bisherigen) Sommer-Alben 2011 bekannt!
Neben der bereits vorgestellten The Sounds-Platte, die sich natürlich ebenso dazu eignet, gibt es jetzt hier vier weitere Schmankerl:
1.The King Blues – Punk & Poetry
Ich bin dermaßen verliebt in dieses Album, dass ich es vorhin auf der Heimfahrt gleich drei mal durch gehört hab. Abgesehen von den letzten zwei Wochen, in denen der CD-Player im Auto bereits heiß lief.
Dieser Albumtitel hält definitiv, was er verspricht. Von den eingängigen Melodien abgesehen, ist „Punk & Poetry“ gespickt mit gesellschaftskritischen Texten, die so manch einem aus der Seele sprechen. Wer hat denn nicht ab und an mal Bock, die ganze Welt in Flammen zu setzen und noch einmal von vorne zu beginnen? Sind wir nicht alle einmal „fucking angry“? Und wie oft denkt man sich, dass man als Kind noch freudig in die Zukunft blickte, jetzt aber doch eher enttäuscht davon ist? Dann mogelt sich noch ein deftig-kitschiges „I want you“ dazwischen, dessen Text nicht schöner sagen könnte, dass einem die Herzchen aus dem Anus fliegen. Ein Hammeralbum!
Anspieltipps: „Set The World On Fire“, „I Want You“, „Sex Education“, „Headbutt“
2.Set You Goals – „Burning At Both Ends“
JAAAA! Endlich neues von SYG. Und das Warten hat sich gelohnt, die Platte ist genau das, was man an einem heißen Sommertag am See mit Freunden hören sollte, während man sich ein paar Bierchen zischt und irgendwann so betüddelt ist, dass man anfängt „Schweinehaufen!“ zu brüllen und sich auf den Nebenmann zu werfen. Die Herren wissen, wie man gute Laune macht. Mehr ist dazu nicht zu sagen- Nicht lesen! REINHÖREN! GENIEßEN! ABGEHEN! FEIERN! WOHOHOHOOO!
Anspieltipps: „Trenches“, „Certain“, „Happy New Year“, „Product Of The 80s“
3.All Time Low – „Dirty Work“
Zugegeben, Pop-Punk ist nicht Jedermanns Sache. All Time Low mögen auch nicht die beste Band dieses Genres darstellen. Aber da pfeif ich jetzt einfach mal drauf und oute mich als großer Fan der vier Herren aus Baltimore. Von niveauvollen Texten muss man hier nicht anfangen, bei All Time Low heißt es einfach nur: Kopf aus, Boxen laut aufdrehen und Popowackeln. Die meisten Songs handeln von, klar, Mädels und Party. Aber mehr beinhalten müssen sie auch nicht, denn hier geht es nur um drei Dinge: Spaß, Spaß und nochmal Spaß. Du feierst eine Party bei Dir zuhause? Wohlmöglich noch im Garten, mit Grill und eventuell sogar Pool und dem ganzen Scheiß? Dann wirf gefälligst „Dirty Work“ in den Player und guck den Leuten beim Tanzen zu. Das Album hatte bei mir im Vorfeld eh schon gewonnen, da die Jungs MAJA FUCKING IVARSSON VON THE SOUNDS als Gastsängerin bei „Guts“ engagiert haben. Etwas enttäuschend, dass sie keine Soloparts hat. Die Frau muss man mehr singen lassen. Dennoch, ein klasse Song (der mir sogar vom Text her sehr gefällt).
Übrigens sind die Liveauftritte von All Time Low auch sehr zu empfehlen. Jedes der drei male (u.a. letztes Wochenende beim Southside), die ich erleben durfte, waren eine einzige große Party voller tanzender, schwitzender (okay, hauptsächlich 14-16 jähriger Mädels, die man aber recht leicht ignorieren kann, abgesehen von dem Gekreische in den Spielpausen) Menschen.
Anspieltipps: „Guts“, „Do You Want Me (Dead?)“, „Under A Paper Moon“
(irgendwie is die Qualität eher bescheiden, da man den Song wohl sonst von Youtube entfernen würde, sorry…)
4.Moving Mountains – „Waves“
Würde ich nicht bei Starkult arbeiten, hätte ich von Moving Mountains vermutlich nie etwas mitbekommen. Und das wäre wahrlich schade gewesen, denn „Waves“ stellt den perfekten Soundtrack zu langen Autofahrten und lauen Sommerabenden auf dem Balkon. Kein Partyalbum, eher was um es alleine zu genießen. Aber kraftvoll und dabei fast schon etwas beruhigend. Beides zugleich. Ja, das geht. Moving Mountains können das.
Anspieltipps: „Tired Tiger“, „My Life Is Like A Chase Dream (And I’m Still Having Chase Dreams)“
So. Und nun packt die Badelatschen, einen CD-Player und diese Alben ein und ab an den See! Was ihr auf den Autofahrten hin und zurück hört, wisst ihr ja nun auch. Einen schönen Sommer Euch allen!




































